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Konfettiregen zum Ende der Judoweltmeisterschaften

In Budapest trafen erstmals gemischte Wettkampfteams aufeinander.

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Konfettiregen zum Ende der Judoweltmeisterschaften

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Konfettiregen zum Ende der Judoweltmeisterschaft: In Budapest trafen erstmals gemischte Teams aufeinander. 22 Wettkampfteams mit jeweils sechs Kämpfern, die Premiere auf internationaler Bühne wurde zum Erfolg.

Judo gilt als Individualsportart: doch gemeinsam Schulter an Schulter zu kämpfen stärkte den Teamgeist der Judoka.

Das Ergebnis überraschte kaum: Den Titel holte Japan – und damit seine achte Goldmedaille. Das japanische Team besiegte Brasilien.

Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ist der gemischte Team-Wettkampf eine Neuheit im Programm.

Unsere letzten VIP-Gäste sind Präsidenten: Marius Vizer von der Internationalen Judoföderation und Thomas Bach des Internationalen Olympischen Komitees.

Für Marius Vizer war die Weltmeisterschaft ein voller Erfolg:
“Es war eine großartige Weltmeisterschaft. Besonders weil normalerweise neue Talente auf die Judo-Bühne treten. Dieses Mal hat die neue Generation bewiesen, dass wir dabei sind, vor den Olympischen Spielen in Tokio eine der besten zu schaffen. Mehr als die Hälfte der ehemaligen olympischen Champions haben bei diesem Wettbewerb veloren. Eine neue Generation wächst heran.

Budapest war super organisiert. Ich danke Ungarn für die Unterstützung, die angenehmen Zuschauer, Partner und die großartige Atmosphäre. Auf der technischen Ebene war es eine der besten Weltmeisterschaften. Was die neuen Regeln angeht, haben wir die richtige Entscheidung getroffen. Wir werden weitere Regeln vor Jahresende anpassen, im Januar gibt es dann die endgültige Version für die Olympischen Spiele in Tokio.”

Thomas Bach sieht in den neuen gemischten Teams eine Möglichkeit, die Gleichberechtigung zu fördern:
“Judo soll eine wichtige Rolle im olympischen Programm spielen und jetzt erst recht, da wir uns auf die Olympischen Spiel in Tokio freuen, dem Herkunftsland des Judo. Dort wird Judo eine noch wichtigere Rolle als bisher spielen. Das ist sehr wichtig – denn ich spreche aus Erfahrung, weil ich meine Goldmedaille im Team gewonnen habe, aber das ist fast noch wichtiger: In diesen gemischten Wettkampfteams können die Athleten einerseits den Teamgeist erfahren, andererseits können wir das dazu nutzen, Judo als Frauensport zu fördern, und uns für Gleichberechtigung bei den Olympischen Spielen und den Weltmeisterschaften einsetzen.”