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Nordkorea: US-Verteidigungsminister Mattis stellt "stahlharte Verteidigungsbereitschaft" klar

Donald Trump droht per Twitter mit Abbruch der Handelsbeziehungen zu Nordkorea-Handelspartnern

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Nordkorea: US-Verteidigungsminister Mattis stellt "stahlharte Verteidigungsbereitschaft" klar

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Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis ist in Washington zum Thema Nordkorea vor die Kameras getreten, begleitet von General Joseph Dunford, dem Chef der vereinten Generalstäbe. Die Botschaft war deutlich: “Wir haben klar gestellt, das wir die Fähigkeit haben, uns und unsere Verbündeten Südkorea und Japan gegen jeden Angriff zu verteidigen. Und wir stehen zu unseren Partnern, und zwar stahlhart. Wir wollen nicht die völlige Vernichtung eines Landes, wie hier Nordkorea. Aber wir haben genügend Möglichkeiten, um genau dies zu tun.

Derweil meldete sich auch US Präsident Trump per Twitter zu Wort: Die USA würden erwägen, ihren Handel mit allen Ländern einzustellen, die mit Nordkorea Geschäfte machen. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Nordkoreas ist China. Eine Reaktion zu Trumps Tweet ist aus Peking bisher nicht bekannt. Aber auch China und Russland kritisierten den Atomtest Nordkoreas. Das Pekinger Außenministerium äußerte «entschiedenen Widerstand». Nordkorea solle aufhören, «falsche Aktionen zu unternehmen, die die Situation verschlimmern». Russland warnte Nordkorea vor schwerwiegenden Folgen. «Unter diesen Bedingungen ist es unerlässlich, Ruhe zu bewahren und jegliche Handlungen zu unterlassen, die zu einer weiteren Eskalation der Spannungen führen.» Der UN-Sicherheitsrat berief für Montag eine Sondersitzung ein.

Nordkorea hat mit seinem bisher größten Atomtest provoziert und die internationale Gemeinschaft alarmiert. Machthaber Kim Jong Un testete nach nordkoreanischen Angaben eine Wasserstoffbombe, die ein Vielfaches stärker ist als herkömmliche atomare Sprengsätze. UN-Generalsekretär António Guterres warf Pjöngjang eine «weitere schwerwiegende Verletzung» internationaler Abkommen vor. EU-Ratspräsident Donald Tusk drohte mit einer Verschärfung der Sanktionen. Der Atomwaffentest zwinge zu einer raschen und entschlossenen Reaktion: «Die Risiken werden zu groß.»