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Grausames Selbstmord-Online-Spiel: "Wenn man begonnen hat, gibt es kein Zurück"

Das gefährliche Social-Media-Spiel "Blue Whale Challenge" hat mittlerweile auch Indien erreicht. Dort hat es in den vergangenen Wochen mehrere Selbstmordfälle gegeben, die auf das Online-Game zurückzuführen sind.

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Grausames Selbstmord-Online-Spiel: "Wenn man begonnen hat, gibt es kein Zurück"

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Das gefährliche Social-Media-Spiel “Blue Whale Challenge” hat mittlerweile auch Indien erreicht. Medienberichten zufolge hat es in dem Land in den vergangenen Wochen mehrere Selbstmordfälle gegeben, die auf das düstere Online-Game zurückzuführen sind.

Am vergangenen Mittwoch erhängte sich ein 19-jähriger Student namens Vigesh im südindischen Staat Tamil Nadu. Die Polizei bestätigte, dass auf seinem Unterarm ein Blauwal eingeritzt war – das Symbol des Spiels. Zudem habe er eine Abschiedsnotiz hinterlassen:

„Das Spiel ist vernichtend…Sobald man begonnen hat, gibt es kein Zurück.“

Auch in der der Stadt Damoh im Zentrum des Landes wurde in der vergangenen Woche von einem Selbstmord berichtet, der mit der „Blue Whale Challenge“ in Verbindung stehen könnte. Der 17-jährige Satvik Pandey hatte sich vor einen fahrenden Zug geworfen. Seine Freunde berichteten, er sei in den Tagen vor seinem Tod „völlig von dem Spiel absorbiert gewesen.“

Laut Angaben von Google Trends suchen in Indien seit einigen Monaten immer mehr Menschen im Internet nach dem grausamen Spiel, das für den Suizid von weltweit mindestens 130 Teenagern verantwortlich gemacht wird. Im August erreichte die Zahl der Internet-Suchen in dem Land offenbar einen Höchststand. Das bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass alle, die den Begriff in die Suchmaschine eingaben, das Spiel letztendlich auch gespielt haben, doch die jüngsten Vorfälle geben Anlass zur Sorge.

Indiens Reaktionen auf die Verbreitung des Spiels

In Reaktion auf die tragischen Vorfälle hat Familienministerin Maneka Gandhi landesweit Schulen dazu aufgefordert , ihre Schüler vor dem gefährlichen Online-Spiel zu beschützen. Demnach sollten Lehrer das Verhalten ihrer Schüler im Auge behalten, und im Falle von Auffälligkeiten sofort ihre Eltern kontaktieren.

Unterdessen reagierte UNICEF mit der Veröffentlichung eines an Eltern gerichteten Dokuments , in welchem häufig gestellte Fragen zu dem Online-Spiel beantwortet yerden. Darin heißt es:

“Die Spieler können mit dem Spiel nicht aufhören, da sie sonst erpresst und gemobbt werden. Innerhalb von zwei Wochen haben sich über sechs mutmaßliche Spieler im Alter von 12 bis 19 Jahren das Leben genommen.“

Das Ministerium für Informationstechnologie rief die Internet-Größen Google, Facebook, WhatsApp und Yahoo dazu auf, jegliche Links zu der “Blue Whale Challenge” zu entfernen.

Woher kommt die Blue Whale Challenge?

Erste Berichte über die „Blue Whale Challenge“ stammen aus Russland, wo sich laut Medienberichten über 130 Jugendliche wegen des Spiels das Leben genommen haben. Eindeutige Beweise gibt es dafür jedoch nicht. Das Spiel hat sich innerhalb weniger Monate in andere osteuropäische Länder ausgebreitet. Aber auch in westeuropäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien gab es Berichte über Jugendliche, auf das Spiel aufmerksam geworden waren.

Im Mai wurde der Erfinder des Spiels, Phillip Budeikin, im Mai zu drei Jahren Haft verurteilt . Der 21-Jährige gab zu versucht zu haben, mehrere Teenager zum Selbstmord zu überreden.

Woher kommt der Name des Spiels?

Dass die Challenge „Blue Whale“ heißt, rührt daher, dass es wissenschaftliche Theorien darüber gibt, dass Wale sich extra an Strände spülen lassen, um Suizid zu begehen. Allerdings sind diese nicht bewiesen.

Mehr Informationen zu dem düsteren Spiel finden sie hier…