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Lego streicht 1400 Stellen

Der dänische Bauklotzhersteller Lego hat einen umfassenden Arbeitsplatzabbau angekündigt.

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Lego streicht 1400 Stellen

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Der dänische Spielzeugkonzern Lego plant einen massiven Stellenabbau: Rund 1400 Arbeitsplätze sollen weltweit gestrichen werden. Das sind fast acht Prozent der Belegschaft.

Als Grund gab das Unternehmen einen starken Umsatz- und Gewinnrückgang in der ersten Jahreshälfte an. Der Gewinn ging gemessen am Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 3,4 Milliarden Dänische Kronen (rund 457 Mio Euro) zurück. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 14,9 Milliarden Kronen (rund 2 Mrd Euro). Die Rückgänge sind laut Unternehmensangaben durch höhere Kosten durch Investitionen in Produktion und Verwaltung verursacht worden. Man habe steigende Umsätze erwartet – was sich nicht erfüllt habe.

Nun will der Bauklötzchenhersteller mehr auf digitale Spiel-Abenteuer setzen, etwa
auf eine soziale Plattform, wo Kinder Bauaufgaben bekommen und Lego-Modelle teilen können.

Außerdem sieht Lego Potential in Filmprodukten: Mit lizenziertem Spielzeug unter anderem zu den Star Wars und Batman-Filmen hatte das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren nach einer tiefen Krise große Gewinner verzeichnet. 2016 war das Geschäft allerdings bereits nicht mehr so stark gewachsen wie erwartet.

Nach nur neun Monaten soll Lego zudem einen neuen Vorstandschef bekommen. Ab Oktober soll Niels B. Christiansen für Bali Padda an die Spitze des Unternehmens rücken.