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Olympia 72: Gedenken an die Geiselnahme

In München wurde eine Erinnerungsstätte für die Bluttat eröffnet.

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Olympia 72: Gedenken an die Geiselnahme

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In Anwesenheit der israelischen und deutschen Staatsoberhäupter, Reuven Rivlin und Frank-Walter Steinmeier, ist in München die Gedenkstätte für die Geiselnahme bei den Olympischen Spielen 1972 eröffnet worden. Elf israelische Sportler, Betreuer und Funktionäre kamen während des Anschlags ums Leben.

“Mit 45 Jahren Abstand bekennen wir: Ja, dieser Tag ist nicht einfach Geschichte. Man spürt das heute, er prägt immer noch die Gegenwart. Er hat tiefe, schmerzhafte Spuren hinterlassen: In Ihrem Leben, in Ihren Familien, in Ihrer Heimat Israel, aber auch hier bei uns in der Stadt München, in ganz Deutschland. (…) Zur Wahrheit von 1972 gehört, dass man auf die Möglichkeit eines Attentats nicht vorbereitet war, obwohl doch der 5. September gewiss nicht die Geburtsstunde des internationalen Terrors war”, sagte Steinmeier.

Palästinensische Terroristen waren am 5. September 1972 ins Olympische Dorf eingedrungen und nahmen Mitglieder der israelischen Mannschaft als Geiseln. Neben den Olympioniken kamen ein deutscher Polizist sowie fünf Terroristen ums Leben. Deutschland – so betonte Steinmeier – sei damals für die Sicherheit der Gäste aus aller Welt verantwortlich gewesen und habe diese Sicherheit nicht gewähren können.