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UN-Sanktionen sollen Mali helfen

Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet eine Resolution, die zur Stabilisierung Malis beitragen soll.

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UN-Sanktionen sollen Mali helfen

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In Mali in Westafrika ist nach einem blutigen Sommer ein Ende des Konflikts mit den Islamisten in weite Ferne gerückt. Sanktionen sollen helfen: Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete in New York eine Resolution, die in erster Linie Sanktionen gegen Verantwortliche für Angriffe auf Blauhelmsoldaten in Mali möglich macht.

Reiseverbote und das Einfrieren von Konten gehören zu den Optionen, so der französische UN-Botschafter François Delattre. Auch gegen Schmuggler von Menschen, Drogen oder Waffen sowie Gruppen, die Kindersoldaten rekrutieren und Menschen, die die Lieferung von humanitärer Hilfe blockieren, können auf Basis der neuen Resolution Sanktionen verhängt werden.

Am Vortag waren in der Region Kidal zwei Soldaten der UN-Friedenstruppe bei einer Explosion getötet worden. Ein Fahrzeug eines Konvois der Blauhelmsoldaten war auf eine Mine gefahren. Zwei weitere Blauhelmsoldaten wurden schwer verletzt.

Am 23. August erst war ein neuer Waffenstillstand für den umkämpften Norden Malis in Kraft getreten. Vorher hatten Verhandlungen zwischen den bewaffneten Gruppen stattgefunden. In der Hauptstadt Bamako hatten die Vertreter die Waffenstillstandsvereinbarung unterzeichnet.

In Mali sind seit 2013 Blauhelme stationiert. Die bis zu 15.000 Soldaten und Polizisten der UN-Mission Minusma sollen das Land stabilisieren. In der von der Sahara geprägten Region verüben auch mit Al-Kaida verbundene
Terrororganisation immer wieder Anschläge.