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Hurrikan Irma zerstört Ferieninseln - Für Florida wohl "nur" noch Stärke 4

Der Tropensturm hat in der Karibik bereits schwere Schäden angerichtet.

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Hurrikan Irma zerstört Ferieninseln - Für Florida wohl "nur" noch Stärke 4

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Das US-Behörden haben den Tropensturm „Irma“ eine Stufe herabgestuft: Wenn das Unwetter in Florida auf Land treffen wird, soll er ein Hurrikan der Kategorie vier sein und nicht mehr der Höchsstufe fünf.

Doch aus der Karibik gibt es Berichte von katastrophalen Zerstörungen und von mehreren Toten. Allein die französischen Behörden melden mindestens acht Todesopfer und 21 Verletzte auf der Insel Saint Martin beziehungsweise Sint Maarten. Die Insel gehört teils zu den Niederlanden und teils zu Frankreich. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sagte, Hafen und Flughafen der Insel seien zerstört, deswegen sei Sint Maarten derzeit nur schwer erreichbar, so der Regierungschef in Den Haag.

Auch Antigua – eine Insel mit 80.000 Bewohnern – und Babuda – nur 1.300 Bewohner – sind besonders stark von Irma betroffen. Seit dem Ende der Zuckerindustrie leben diese Inseln vorwiegend vom Tourismus.

Hurricane Irma

Zeitweise waren überhaupt keine Messungen möglich, weil „Irma“ die Instrumente des französischen Wetterdienstes zerstört hatte. In Saint Martin wurde das Gebäude der Präfektur teilweise zerstört, Hausdächer wurden reihenweise abgedeckt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte seinen Landsleuten Hilfe zu: „Wir stehen Seite an Seite mit denen, die im eigenen Land, aber Tausende Kilometer entfernt alles verloren haben. Das ganze Land steht ihnen zur Seite, auch die öffentlichen Dienste, die wir zu ihrer Hilfe mobilisiert haben.“

In Puerto Rico suchten mehrere tausend Menschen Schutz in Notunterkünften, fast eine Million Menschen waren ohne Strom. Hubert Minnis, Premierminister der Bahamas, warnte seine Landsleute, dass möglicherweise die schwerste Naturkatastrophe der jüngeren Geschichte der Landes bevorstehe. Menschen aus Gebieten, die voraussichtlich ganz besonders betroffen sein werden, wurden in Notunterkünfte gebracht.

Immer wahrscheinlicher wird, dass „Irma“ auf den US-Bundesstaat Florida trifft. Gouverneur Rick Scott hat die komplette Räumung bestimmter Gebiete angeordnet: „Wir sind sehr strikt in der Vorbereitung auf dem Sturm, und das sollte jeder Bürger in Florida ernst nehmen und seinen Familie ebenso ernsthaft schützen. Dinge kann man ersetzen, seine Familie nicht“ Alle Einwohner Floridas sollen sich für drei Tage mit Wasser und Nahrungsmitteln eindecken.