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Italien: Menschenschmuggler festgenommen

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Italien: Menschenschmuggler festgenommen

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In Italien hat die Polizei zwei mutmaßliche Menschenschmuggler festgenommen. Die beiden waren mit einem Schiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms in Land gekommen. Auf dem Schiff befanden sich insgesamt 200 Migranten. Die meisten Migranten kommen von Libyen aus nach Italien, auch wenn der Zustrom in den vergangenen Wochen abgenommen hat. Dafür wird unter anderem eine Vereinbarung der italienischen Regierung mit der libyschen Küstenwache verantwortlich gemacht.

Die türkische Küstenwache hat unterdessen eine Gruppe von Migranten aufgegriffen, zu der auch ein Deutscher gehören soll. Die meisten Migranten seien Syrer, so die Küstenwache. Demnach befand sich der Deutsche bei 96 Migranten, die versuchten, in kleinen Booten von der türkischen Westküste illegal nach Griechenland überzusetzen. Weitere Details machte die Küstenwache nicht.

Insgesamt griff die Küstenwache nach eigenen Angaben am Donnerstag und Freitag 125 Migranten auf, darunter 48 Kinder.

Im vergangenen Jahr hatten die Türkei und die EU ein Flüchtlingsabkommen geschlossen. Es sieht unter anderem vor, dass die Türkei die Flüchtlinge zurückhält und die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann. Dafür erhält die Türkei von der EU Geld. Für jeden zurückgeschickten Syrer darf ein anderer Syrer legal aus der Türkei in die EU einreisen, wobei deren Anzahl auf 72.000 begrenzt wurde.