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Unversöhnlich im Streit um Kataloniens Unabhängigkeit

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Unversöhnlich im Streit um Kataloniens Unabhängigkeit

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Vor der geplanten Volksabstimmung in Katalonien bleibt der Ton zwischen der Provinz und der spanischen Zentralregierung unversöhnlich.

Die Bürgermeister von mehr als sechshundert Städten und Gemeinden – das sind gut zwei Drittel der 948 Gemeinden – haben inzwischen wissen lassen, dass sie bereit sind, die Abstimmung abzuhalten. Die größten Städte – wie Barcelona – gehören jedoch nicht dazu.

Das spanische Verfassungsgericht hat die Volksabstimmung ausgesetzt und will nun über die Verfassungsmäßigkeit entscheiden.

Allerdings hat es bei früheren Anlässen schon klar gemacht, dass es eine solche Abstimmung, bei der es um eine Abspaltung von Spanien geht, als verfassungswidrig ansieht.

So wurde deshalb vor drei Jahren eine Abstimmung über die katalanische Unabhängigkeit in eine unverbindliche Volksbefragung umgewidmet.

Diesmal aber bleibt die katalanische Regierung hart: Die Volksabstimmung soll wie geplant am 1. Oktober stattfinden, also schon in drei Wochen. Ihr Ergebnis soll diesmal verbindlich sein.

Ob sich die Einwohner Kataloniens für eine Abspaltung entscheiden würden, ist aber offen. Umfragen zeigen dafür keine Mehrheit. Sie zeigen allerdings, dass die Menschen sehr gern darüber abstimmen würden.