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#AskJuncker - 3 YouTube-Stars interviewen Juncker

Europas YouTube-Stars haben EU-Kommissionschef Juncker zu den Themen befragt, die jungen Europäern unter den Nägeln brennen.

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#AskJuncker - 3 YouTube-Stars interviewen Juncker

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In einem Interview mit drei YouTubern auf euronews hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gesagt, der Euro für alle EU-Länder sei – anders als in vielen deutschsprachigen Medien – keine Forderung, sondern ein Angebot gewesen. In seiner Rede zur Lage der Union hatte Juncker den EU-Ländern, die den Euro bisher nicht als Zahlungsmittel haben, Unterstützung angeboten.

Das Ergebnis eines katalanischen Unabhängigkeitsreferendums werde er respektieren, allerdings müsse sich ein unabhängiges Katalonien um eine Mitgliedschaft bemühen – wie jeder andere Staat auch. Die Region plant ein Referendum, um sich von Spanien abzuspalten. Madrid nennt das Vorhaben “illegal”.

“Wir haben immer gesagt, dass wir die Entscheidung des spanischen Verfassungsgerichts und des Parlaments respektieren. Eines aber ist klar: Wenn das katalanische Unabhängigkeitsreferendum mit einem ‘Ja’ durchgeht – und da müssen wir erstmal abwarten – würden wir diese Entscheidung respektieren. Aber Katalonien könnte nicht am nächsten Tag Mitglied der Eu werden.”

“Ich bin nicht für einen harten Brexit“, so Juncker. Er sei zuversichtlich, dass man mit London auf einen gemeinsamen Nenner komme. Mit seiner Aussage, dass “sie es noch bereuen werden”, habe er sich an die “rechtsextremen” britischen Abgeordneten gerichtet, nicht an das britische Volk.

Tech-Giganten wie Google und Amazon, die zahlreiche Daten über die europäischen Bürger sammeln, nannte Juncker eine “Gefahr”. “Ich bin überrascht, denn viele junge Menschen, die Google und Amazon kritisieren, sind sehr gute Kunden. Sie helfen ihnen also, Geld zu machen. Das Geld, dass diese Unternehmen machen, geben ihnen das “Potenzial zu manipulieren”.

Auf die Frage, warum so viele junge Menschen die EU als distant empfinden gab Juncker zu, dass die EU-Kommission ein Kommunikationsproblem habe.

Die drei YouTube-Größen, die Juncker interviewten, haben zusammen mehr als 1,3 Millionen Follower: _Diana zur Löwen aus Deutschland, Abdel en Vrai aus Belgien und Kovy aus Tschechien. Jeder von ihnen hatte 15 Minuten Zeit, um Juncker die Fragen zu stellen, die jungen Europäern unter den Nägeln brennen.

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