Eilmeldung

Moskau: Massenevakuierungen nach Drohanrufen

Wegen einer Serie von telefonischen Bombendrohungen in Russland hat die Polizei in Moskau Zehntausende Menschen vorübergehend in Sicherheit gebracht. Die Urheber der Anrufe sind nicht bekannt.

Sie lesen gerade:

Moskau: Massenevakuierungen nach Drohanrufen

Schriftgrösse Aa Aa

Nach einer Serie von Bombendrohungen in Russland hat die Polizei allein in Moskau rund 100.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Dazu sahen sich die Behörden nach rund 100 anonymen Drohnanrufen gezwungen. Evakuiert wurden laut Medienberichten unter anderem das Traditionskaufhaus Gum, weitere Einkaufszentren, das Hotel Kosmos und drei große Bahnhöfe.

In Sankt Petersburg mussten zehn Einkaufszentren evakuiert werden. Ähnliche Evakuierungen gab es seit vergangenem Sonntag auch in Kaliningrad, Omsk, Wladiwostok, Irkutsk und anderen Städten. Auch mehrere Schulen und weitere öffentliche Gebäude wurden geräumt.

Ein Behördensprecher sagte, es wirke wie Telefonterrorismus. Alle eingegangenen Anrufe sollten überprüft werden. Bomben seien nicht entdeckt worden.

Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, die Drohanrufe seien aus der Ukraine gekommen.

Der Kreml gab keine Stellungnahme ab. Der Inlandsgeheimdienst FSB hat die Ermittlungen übernommen.