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Gabriel zum Atomkonflikt mit Nordkorea: "Druck und Dialog"

Trotz aller Differenzen sucht Gabriel einen gemeinsamen Anlauf Chinas, der USA und Russlands für eine "neue Entspannungspolitik", um den Atomkonflikt mit Nordkorea zu lösen.

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Gabriel zum Atomkonflikt mit Nordkorea: "Druck und Dialog"

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Auf Kurzbesuch in China, unter anderem, um eine Ausstellung mit deutscher Kunst zu eröffnen, hat Sigmar Gabriel (SPD) zum Atomkonflikt mit Nordkorea Stellung genommen und neue diplomatische Bemühungen angemahnt. Der deutsche Außenminister forderte China, die USA und Russland zu einem “neuen Anlauf zur Entspannungspolitik” auf, um den Konflikt zu lösen und die Weiterverbreitung von Atomwaffen zu stoppen.

Zur Haltung Chinas sagte er: “China hat offensichtlich eine in sich gespaltene Position. Einerseits sind sie strikte Gegner von nuklearer Bewaffnung in Nordkorea, weil sie natürlich wissen, dass sie die großen Verlierer sind. Andererseits haben sie offensichtlich noch mehr Angst davor, durch zu harte Sanktionsmaßnahmen, dass das Regime kollabiert.

Ich hoffe sehr, dass wir China davon überzeugen, dass sie weniger Sorge vor einer amerikanischen Präsenz haben müssen, als davor, dass Nordkorea Schule macht und sich viele andere in den Besitz von Atomwaffen bringen werden.”

Über eine mögliche Vermittlerrolle Deutschlands wollte sich Gabriel nicht öffentlich äußern. Jetzt sei erst mal stille Diplomatie gefragt.

Vor politischen Gesprächen eröffnete der Außenminister die Kunstausstellung “Deutschland 8”.

Das einmalige Projekt in sieben Museen und einem Dialogforum in Peking zeigt 320 Werke von 55 deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Die Schau ist die Antwort auf die Ausstellung «China 8» vor zwei Jahren, als in acht Städten an Rhein und Ruhr 500 Werke chinesischer Künstler gezeigt worden waren.