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Locationscout für Netflix-Serie 'Narcos' in Mexiko ermordet

Ein Netflix-Angestellter ist bei seiner Arbeit in Mexiko offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.

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Locationscout für Netflix-Serie 'Narcos' in Mexiko ermordet

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Die Streamingplattform Netflix hat den Tod eines Angestellten in Mexiko bestätigt.

“Man hat uns über den Tod von Carlos Muñoz Portal informiert, ein angesehener Locationscout. Wir sprechen seinen Angehörigen unser Beileid aus. Die Umstände seines Todes sind bisher unbekannt. Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen”, hieß es in einer Stellungnahme.

Carlos Muñoz Portal arbeitete für die Erfolgsserie Narcos über die skrupellose und brutale Arbeit der Drogenkartelle in Kolumbien. Die Aufgabe des 37-Jährigen war es, Schaupätze für die Dreharbeiten der Serie zu finden.

Muñoz wurde in seinem Auto in einer entlegenen Region im Bundesstaat México aufgefunden. Sein Körper zeigte offenbar zahlreiche Schusswunden auf.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, bisher gebe es keine Zeugen.

Ein Freund des Opfers mutmaßte in der spanischen Tageszeitung ‘El Pais’, dass Muñoz wegen seiner Kamera bei Anwohnern Aufmerksamkeit erregt haben könnte.

Ein anderer Freund schrieb in sozialen Netzwerken, die Mörder des Locationscouts könnten gegen den Inhalt der Serie sein.

Die dritte Staffel von ‘Narcos’ ist seit dem am 1. September verfügbar. Die viertel Staffel soll sich mit dem Juárez-Drogenkartell in Mexiko beschäftigen. Die Ausstrahlung war für 2018 geplant.

Der Tod des jungen Mannes könnte die Produktionsarbeiten allerdings verzögern.

Carlos Muñoz Portal war ein in Mexiko bekannter Locationscout und hatte die Drehplätze für verschiedene Filme, darunter James Bond “Spectre” (2015) und “Fast and Furious” (2009), gefunden.