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Während die Rede der britischen Premierministerin mit Spannung erwartet wird, machen sich französische Winzer Sorgen um den Handel nach Brexit

Gespannt wartet Europa auf Theresa Mays Brexit-Rede am Freitag. Unterdessen besucht diese Kanada - etwa um ein künftiges Handelsabkommen zu sondieren?

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Während die Rede der britischen Premierministerin mit Spannung erwartet wird, machen sich französische Winzer Sorgen um den Handel nach Brexit

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Mit Spannung erwartet das europäische Festland die für Freitag angekündigte Rede der britischen Regierungschefin zur Zukunft nach dem Brexit.
Nicht zuletzt Frankreichs Weinindustrie macht sich Sorgen, wie die gut eingespielten Verbindungen außerhalb des Binnenmarktes aufrecht erhalten werden können.

Louis Moreau ist Winzer im Burgund und baut den begehrten Weißwein Chablis an:
“Das Verteilernetz in Großbritannien funktioniert sehr, sehr gut – was die Weinhändler und die Gastronomie angeht. Die Großhändler sind da, und da wird sich am Handlesvolumen wohl auch nichts ändern. Anders sieht es bei den Supermärkten aus – die immerhin 80 Prozent unserer Ausfuhren nehmen. Von denen haben wir bisher nichts gehört. Was tun, wenn dieses Volumen ab 2018,19 automatisch absinkt?”

In Brüssel reagierte Binnemarktkommissarin Bienkowska am Montag gereizt auf die Versuche der britischen Regierung bereits vor Austritt aus der EU Handelsabkommen vorzuverhandeln:

“Wenn sie ein Mitglied der Europäischen Union sind, dann sind sie Teil des Binnenmarktes, und wenn sie kein EU-Mitglied sind, dass müssen sie ihr Verhältnis zum Binnenmarkt neu verhandeln. Ende der Durchsage.”

Unterdessen ist die britische Premierministerin May zu einem Staatsbesuch in Kanada eingetroffen. Britische Medien waren sich im Vorfeld einig, dass die bilateralen Handelsbeziehungen nach dem Brexit zur Sprache kommen würden.