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Rohingya: Satellitenbilder von Zerstörungen

Human Rights Watch legte Dokumente vor, die Zerstörungen von Rohingya-Dörfern in Myanmars Bundesstaat Rakhine belegen sollen.

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Rohingya: Satellitenbilder von Zerstörungen

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Die Lage der Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch spitzt sich weiter zu. Neuer Monsunregen und Stürme bedrohen die südliche Region um den Bezirk Cox’s Bazar, wohin seit dem 25. August rund 415.000 Rohingya geflüchtet waren.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch legte Satellitenbilder vor, die flächendeckende Zerstörungen von Rohingya-Dörfern in Myanmars Bundesstaat Rakhine belegen sollen.

Phil Robertson von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sagte:“Es ist eine Einbahnstraße von Myanmar nach Bangladesch, es gibt für sie keinen Weg zurück. Die Menschen berichten, dass sie nicht nur aus ihren Dörfern vertrieben und von Sicherheitskräften beschossen wurden. Nach ihrer Flucht aus dem Bundesstaat Rakhine sollen Bewohner von Nachbardörfern ihr Eigentum geplündert und ihre Dörfer abgefackelt haben.”

In der Stadt Yangon in Myanmar demonstrierten rund 200 Regierungsanhänger. Sie verurteilten die Angriffe von Rohingya-Rebellen auf Polizei- und Militärposten vom 25. August.

Der frühere britische Außenminister David Miliband ist seit 2013 Präsident des International Rescue Committee und mahnte:“In dieser Woche, in der die UN-Generalversammlung in New York zusammenkommt, ist es sehr wichtig, eine einheitliche Botschaft auszusenden. Die grundlegenden Menschenrechte, der Schutz von Minderheiten und der Bedarf an humanitärer Hilfe müssen in Myanmar wie auch anderswo respektiert werden. Es ist sehr wichtig, dass politische Kompliziertheit keine Grundrechte beeinträchtigt. Die Vernachlässigung humanitärer Katastrophen befeuert weitere Radikalisierung. Wenn wir dieses Problem nicht jetzt angehen, werden auch noch zukünftige UN-Generalversammlungen von diesem Thema dominiert werden.”