Eilmeldung

Eilmeldung

Mexiko nach dem Erdbeben: Retten, was noch zu retten ist

Präsident bittet die erschütterte Bevölkerung: Straßen für Krankenwagen freihalten

Sie lesen gerade:

Mexiko nach dem Erdbeben: Retten, was noch zu retten ist

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Erdbeben sichtet Mexiko die Verwüstungen: Weit mehr als 200 Menschen kamen ums Leben, mehr als die Hälfte in der Hauptstadt Mexiko-City, darunter mehr als 20 Kinder in einer Schule.

Präsident Enrique Peña Nieto die Bevölkerung auf, die verzweifelten Rettungsmaßnahmen nicht zu behindern: «Wenn die Häuser sicher sind, ist es wichtig, dass die Bevölkerung drin bleibt, um die Straßen für Krankenwagen frei zu halten (und die Arbeit der Rettungshelfer zu erleichtern)», sagte er in einer Videobotschaft.

Mexikos Präsident, Enrique Peña Nieto:
“Ich möchte denen mein Beileid ausdrücken, die ihre Familienangehörigen und Lieben verloren haben. Mexiko teilt Ihr Leid, im Moment haben 40 Prozent von Mexiko-City und 60 Prozent des Staates Morelos keinen Strom. Wir haben die Teams der Stromverwaltung, verstärkt, um die Versorgung schnell wieder herzustellen. Außerdem wurden Notunterkünfte für Bedürftige eingerichtet. “

Ausgerechnet am Jahrestag des verheerenden Erdbebens von 1985 bebte die Erde am Dienstagmittag mexikanischer Ortszeit heftig. Das schwere Erdbeben der Stärke 7,1 hatte sein Zentrum rund 120 Kilometer Luftlinie
südöstlich von Mexiko-Stadt. In der Hauptstadt und dem angrenzenden Großraum leben rund 20 Millionen Menschen.

Ein dpa-Reporter berichtete von schwankenden Gebäuden in der Hauptstadt und Gasgeruch. Tausende verängstigte Menschen seien auf
die Straßen und Plätze geflüchtet. Das Telefonnetz brach zusammen. Laut Elektrizitätsunternehmen CFE waren mindestens 3,8 Millionen Menschen
ohne Strom.

ERDPLATTEN IN BEWEGUNG

Mexiko liegt in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen.
Der Großteil der Landmasse liegt auf der sich westwärts bewegenden
nordamerikanischen Erdplatte. Unter diese schiebt sich die langsam
nach Nordosten wandernde Cocosplatte. Der Boden des Pazifischen
Ozeans taucht so unter die mexikanische Landmasse ab. Das führt immer
wieder zu schweren Erschütterungen, die das Land bedrohen.

su mit dpa