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Erneut Prügel bei Erdogan-Rede in den USA

Auch seine Leibwächter stehen wieder im Verdacht, an der Gewalt beteiligt gewesen zu sein. Derweil lobt der US-Präsident seinen Amtskollegen.

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Erneut Prügel bei Erdogan-Rede in den USA

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Bei einer Veranstaltung des türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan in New York ist erneut Gewalt ausgebrochen.

Auch seine Bodyguards sollen dabei wieder eine Rolle gespielt haben.

Bei der Rede vor einer amerikanisch-türkischen Wirtschaftsvereinigung Turkish American National Steering Committee in einem New Yorker Hotel nannte ein Teilnehmer Erdogan einen “Terroristen” und rief ihn dazu auf, das Land zu verlassen. Daraufhin packten Sicherheitsleute den Demonstranten und zerrten ihn aus dem Saal.

Zahlreiche Menschen – offenbar Anhänger des türkischen Präsidenten – nutzten den Moment, um auf den Mann einzuprügeln. Der Mann wird mehrfach von Faustschlägen im Gesicht getroffen.

In US-Medien wird vermutet, dass mindestens einer der Männer im schwarzen Anzug zu Erdogans Sicherheitspersonal zählt. Auch der Chef der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch ist dieser Meinung.

“Erdogand Bodyguards sind es so sehr gewöhnt, Demonstranten in der Türkei zu verprügeln, dass sie damit auch in den USA nicht einfach aufhören können.”


Vor seiner Reise zur UN-Vollversammlung in die USA musste der türkische Präsident 12 seiner Leibwächter ersetzen.

Sie waren im Mai gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen und werden seither von der US-Justiz gesucht.

Ungeachtet dessen hat US-Präsident Donald Trump seinen Amtskollegen Erdogan gelobt. Als engen Freund solle dieser “gute Noten” dafür bekommen, wie er einen “schwierigen Teil der Erde lenkt”.