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Martin Schulz: Ein klassischer Sozialdemokrat

23 Jahre lang wirkte er in der Europapolitik, ehe er von der SPD zum Kanzlerkandidaten gemacht wurde.

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Martin Schulz: Ein klassischer Sozialdemokrat

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Hoffnungsträger, SPD-Retter: Mit diesen Zuschreibungen im Gepäck wurde Martin Schulz im Frühjahr zum Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands gewählt und damit auch zum Kanzlerkandidaten gekürt. Mit einhundertprozentiger Zustimmung der Delegierten wurde Schulz auf dem SPD-Parteitag im März ins Amt gehoben: Das gab es noch nie.

23 Jahre seiner politischen Laufbahn verbrachte Schulz im Europäischen Parlament und gab sich als leidenschaftlicher Kämpfer für die Europäische Union. Gegner der EU wie die britische Unabhängigkeitspartei waren auch seine Gegner.

Schulz setzte im Wahlkampf auf klassisch sozialdemokratische Themen: Mehr Gerechtigkeit forderte er und versuchte die SPD als Partei für alle Generationen und alle Gesellschaftsschichten in den Vordergrund zu rücken. In den Umfragen machte er zwischenzeitlich zwar Boden auf Angela Merkel gut, doch dann ging’s wieder abwärts.

“Wir wollen es besser machen: Ich will es besser machen als Bundeskanzler dieses Landes. Nichts ist alternativlos”, betonte er im Wahlkampf.

Schulz – so sagen seine Kritiker – fehle es an Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit. Manche legen ihm das eher als Sachlichkeit aus. Andere meinen wiederum, seine Politik sei jener von Angela Merkel einfach zu ähnlich.