Eilmeldung

“Nehmt den Hurensohn vom Platz”: #TakeAKnee-Protest gegen Trump und Rassismus

Donald Trump hat gegen die Anti-Rassismus-Proteste von NFL-Spielern einen ganz besonders harten Ton angeschlagen.

Sie lesen gerade:

“Nehmt den Hurensohn vom Platz”: #TakeAKnee-Protest gegen Trump und Rassismus

Schriftgrösse Aa Aa

Nicht nur Spieler der National Football League (NFL) protestieren – und nicht nur in den sozialen Medien – gegen US-Präsident Donald Trump. Gegen die Spieler, die seit fast einem Jahr bei der Nationalhymne knien statt zu stehen, um damit ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt zu setzen, hat Trump einen besonders harten Ton angeschlagen.

“Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber unserer Tradition. Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber allem, für das wir stehen”, sagte Trump bei einem Auftritt in Huntsville (Alabama). “Würdet ihr es nicht liebend gerne sehen, dass ein NFL-Teambesitzer sagen würde, ‘Nehmt den Hurensohn vom Platz. Weg damit! Er ist gefeuert’, wenn jemand die Flagge nicht respektiert?» Trump forderte die Zuschauer auf, solche Spiele aus Protest zu verlassen.

Trump verlangte auch, dass die Teambesitzer der National Football League NFL, die rebellischen Spieler entlassen, die während des Abspielens der amerikanischen Nationalhymne knien.

Dann lud er via Twitter die diesjährigen Champions der Basketball-Liga (NBA), die Golden State Warriors, von einem Besuch im Weißen Haus aus. Team-Star Stephen Curry hatte zuvor öffentlich klar gemacht, dass er Trump nicht seine Aufwartung machen wolle. Auch mehrere Teamkameraden zeigten wenig Begeisterng.

Einer der Initiatoren der NFL-Protestbewegung, die auf Twitter auch unter dem Hashtag #TakeAKnee auftaucht, ist Colin Kaepernick, ehemaliger Quarterback der San Francisco 49ers. Einige beklagen allerdings, dass die NFL Colin Kaepernick nicht wirklich unterstützt, da dieser noch immer keinen Job in einem Team hat.