Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Schluss mit GroKo: SPD will nicht mehr mitregieren

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
Schluss mit GroKo: SPD will nicht mehr mitregieren

<p>Raus aus der GroKo, rein in die Opposition. Nach der herben Niederlage bei der Bundestagswahl fand <span class="caps">SPD</span>-Spitzenkandidat Martin Schulz klare Worte. Dafür gab’s tosenden Applaus von den Genossen. Die Rolle des ewigen Juniorpartners haben sie satt. </p> <p>Politologin und <span class="caps">SPD</span>-Mitglied Gesine Schwan glaubt, „dass Martin Schulz Recht hat und auch der Vorstand, denn es kann der <span class="caps">SPD</span> als Juniorpartner nicht gelingen, ihr eigenes Profil zu gewinnen.”</p> <p>Für <span class="caps">SPD</span>-Unterstützer Anatol Itten hat die Niederlage nichts mit dem Spitzenkandidaten zu tun: “Martin Schulz ist noch zu frisch in der deutschen Bundespolitik, um solch einen Einfluss zu haben. Ich glaube, dass es eher eine Schwäche der Partei ist. Das ist einfach eine Stimmung im Land und ich glaube, dass Martin Schulz auch der richtige Kandidat ist für die Opposition.” </p> <p>Trotz historischer Wahlschlappe soll Schulz <span class="caps">SPD</span>-Chef bleiben. Mit einem personellen Umbau will er die Partei aus dem Tief holen. Den Fraktionsvorsitz im Bundestag wird er nicht übernehmen. </p> <p>Nach der Ansage der Sozialdemokraten bleibt Angela Merkel nach derzeitigem Stand nur ein Bündnis mit <span class="caps">FDP</span> und den Grünen. Eine Konstellation, die es im Bund bisher noch nie gab. Euronews-Reporter Lutz Faupel fasst zusammen: “Die <span class="caps">SPD</span>, sie will nicht mehr. Martin Schulz aber wird bleiben und sich in der Opposition versuchen. Für Deutschland stehen die Zeichen auf Jamaika – fragt sich nur, zu welchem politischen Preis.“</p>