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Ärzte-Protest in Caracas: "Menschen essen Müll"

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas schlagen die Ärzte Alarm: Krankheiten, die es lange dort nicht mehr gab, brechen wieder aus.

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Ärzte-Protest in Caracas: "Menschen essen Müll"

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“Die Gesundheit steht auf dem Spiel” und “Hunger lügt nicht!” steht auf den Plakaten. Die Ärzte in der venezolanischen Hauptstadt Caracas wollen auf die Krise im Gesundheitswesen aufmerksam machen, das sich im sozialistischen Venezuela immer weiter auflöst. Krankheiten

Dr. Angelica Aranguibel sagt, das Schweigen müsse ein Ende haben: “Die Weltgesundheitsorganisation muss endlich etwas gegen die humanitäre Krise in Venezuela tun. Die Zahlen sind erschreckend. Krankheiten, die es lange hier nicht mehr gab, sind ausgebrochen. Röteln, Diphterie, Malaria.”

“Dieser Wahnsinn muss aufhören, dass Menschen Müll essen”, rufen die Ärzte vor dem Gebäude der Gesundheitsorganisation in Caracas. Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise, von der auch das Gesundheitssystem nicht ausgenommen ist.

Bei Protesten gegen die Maduro-Regierung kamen in diesem Jahr mehr als 120 Menschen ums Leben. Der Präsident hatte eine linientreue Verfassunggebende Versammlung wählen lassen, die das von der Opposition dominierte Parlament entmachtete. Auf internationaler Ebene ist Venezuela zunehmend isoliert. Zahlreiche Staaten werfen Präsident Nicolas Maduro vor, eine Diktatur zu errichten.