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Tusk: Kaum Fortschritt bei Brexit-Verhandlungen

Nach einem Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May in London beklagt der EU-Ratspräsident, dass es nicht ausreichend Fortschritt bei den Brexit-Verhandlungen gebe.

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Tusk: Kaum Fortschritt bei Brexit-Verhandlungen

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EU-Ratspräsident Donald Tusk hält die bisherigen Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht für ausreichend. Das sagte Tusk nach einem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May in London. Er sei aber “vorsichtig optimistisch” über den “konstruktiven und realistischeren Ton” der britischen Seite.

Tusk trat in der Downing Street 10 vor die Presse und erklärte: “Diese Idee, auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen können, wird langsam aufgegeben. Es gibt noch nicht ausreichend Fortschritt, aber wir arbeiten daran.”

Seit Montag verhandeln beide Seiten in Brüssel in einer vierten Runde über den Austritt Großbritanniens aus der Staatengemeinschaft.

In einer Grundsatzrede in Florenz hatte May eine etwa zweijährige Übergangsphase vorgeschlagen, während der ihr Land weiter seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen würde.

Zu den Trennungsfragen gehören die Rechte der EU-Bürger in Großbritannien – insgesamt sind es 3,2 Millionen – und der Briten in der EU. Außerdem geht es um die Finanzverpflichtungen Großbritanniens nach mehr als 40 Jahren EU-Mitgliedschaft sowie um den künftigen Status der Grenze zwischen dem britischen Landesteil Nordirland und dem EU-Mitglied Irland.