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Judo-Grand-Prix in Zagreb: Spektakulärer Papinaschwili

Am ersten Wettkampftag ging es in der kroatischen Hauptstadt um fünf Goldmedaillen.

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Judo-Grand-Prix in Zagreb: Spektakulärer Papinaschwili

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Am ersten Wettkampftag des Judo-Grand-Prix in Zagreb ging es in fünf Gewichtsklassen um Edelmetall.

Der Georgier Amiran Papinaschwili hatte im Verlaufe des Jahres zweite und dritte Plätze gesammelt – in der kroatischen Hauptstadt gelang ihm nun endlich wieder der Sprung nach ganz oben. In der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm kämpfte er sich ins Finale vor – und nahm diesmal Gold mit nach Hause. Sein Gegner dort war Robert Mshvidobadze. Der amtierende Europameister setzte dem Georgier gewaltig zu, doch Papinaschwili bewies seine herausragende Körperbeherrschung, wehrte auf diese Weise alle Angriffe ab und brachte seinerseits einen Sasae-Tsuri-Komi-Ashi an. Mit diesem Fußstoppwurf holte der Georgier einen Ippon und damit die Goldmedaille.

Bei den Damen bis 52 Kilogramm trafen die Brasilianerin Eleudis Valentim und Reka Pupp aus Ungarn aufeinander. Für einen Sode-Tsuri-Komi-Goshi bekam die Brasilianerin eine Waza-Ari-Wertung zugesprochen. Die 25-Jährige blieb nach dieser gelungenen Aktion auf der Hut. Und sie machte der Ungarin mit einer Haltetechnik den Garaus. Ippon für Eleudis Valentim. Beim Grand Prix in Düsseldorf im Februar war’s noch der fünfte Platz für Valentim, in Zagreb gewann sie Gold – kein Wunder, dass die Brasilianerin strahlte.

Der Wurf des Tages

Zurück zu Amiran Papinaschwili, der in der Vorrunde den Japaner Dai Aoki spektakulär aushob. Das war eindeutig der Wurf des Tages! Und auch nicht zu verachten war das, was dem Russen Albert Oguzow im Kampf um Bronze gegen Mehman Sadigow aus Aserbaidschan gelang: Ein blitzsauberer Ko-Uchi-Gari!


Im zweiten Kampf um Bronze standen in der Klasse bis 60 Kilogramm zwei Türken auf der Matte: Ahmet Sahin Kaba und Bekir Özlü trafen aufeinander. Der in Georgien geborene Özlü gewann durch Ippon. Nach Silber in Antalya im April nun also sein zweites Edelmetall bei einem Grand Prix in diesem Jahr.

Die Japanerin Momo Tamaoki gewann das Finale in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm gegen die Britin Nekoda Smythe-Davis. Und es gab weitere Erfolge für das Judo-Ursprungsland am ersten Wettkampftag in Zagreb: Denn Japan triumphierte auch in der Klasse bis 48 Kilo. Hiromi Endo bezwang im Halbfinale erst Olympiasiegerin Paula Pareto und dann die Serbin Milica Nikolic im Kampf um Gold. Aus Endos Haltegriff gab es kein Entkommen, Nikolic war geschlagen.

Der Portugiese Sergiu Oleinic forderte bei den Männern bis 66 Kilogramm den Japaner Yuuki Hashiguchi heraus. Hashiguchi gelang erst ein O-Uchi-Gari und dann der Schulterwurf Morote-Seoi-Nage. Klare Sache: Zweimal Waza-Ari für den Japaner und Gold in Zagreb!