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Neue Etappe im kolumbianischen Friedensprozess

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Neue Etappe im kolumbianischen Friedensprozess

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Sie ist die letzte bewaffnete Rebellengruppe in Kolumbien: Von diesem Sonntag an will auch die ELN die Waffen niederlegen, vorerst bis Anfang Januar. Darauf einigten sich die Guerilla und die kolumbianische Regierung vor wenigen Wochen. Die Rebellen erklärten sich bereit, keine Minderjährigen mehr zu rekrutieren, keine Bomben zu legen und keine Anschläge auf Pipelines sowie Entführungen mehr durchzuführen.

“Durch den bilateralen Waffenstillstand wird nicht nur die Gewalt abnehmen, sondern durch ihn können die Menschen in Kolumbien auch mit humanitärer Hilfe versorgt werden,” begründete das ELN-Führungsmitglied Gabino den Schritt.


Seit Februar verhandelt Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos mit den Rebellen. Natürlich würden Armee und Polizei landesweit weiter ihre Pflichten erfüllen, versprach Santos.

Die Waffenruhe mit der ELN ist Teil des Friedensprozesses. Im November 2016 hatte der Präsident ein entsprechendes Abkommen mit der größten bewaffneten Gruppe, den FARC-Rebellen, ausgehandelt. Santos ernetete große Kritik, denn nach Meinung vieler in der Bevölkerung macht die Regierung zu große Zugeständnisse an die Guerilla. Im jahrzehntelangen Konflikt kamen etwa 300.000 Menschen ums Leben.