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Gummigeschosse und Knüppel: Gewalt auf Straßen Kataloniens

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Gummigeschosse und Knüppel: Gewalt auf Straßen Kataloniens

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Die Atmosphäre in Katalonien bleibt angespannt: Die Guardia Civil geht gegen Menschen vor, die an einem Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens teilnehmen. Mehr als 300 Katalanen wurden dabei vereltzt. Es wird damit gerechnet, dass die Zahl weiter steigt. Das Referendum ist umstritten, da es nicht verfassungskonform ist, deshalb schickte die Zentralregierung in Madrid die Guardia Civil.


Der Chef der Regionalregierung Carles Puigdemont sagte im Wahllokal Corenella del Terri: “Gewalt, Gummiknüppel und Gummigeschosse, so gehen die Polizisten gingen Menschen vor, die sich friedlich versammeln, um Wahlurnen und -lokale zu schützen. Ich glaube, alles ist gesagt: Das Image des spanischen Staates hat heute starken Schaden genommen. Die Regierung hat Schande auf sich geladen.”

Puidgemont kündigte an, ungeachtet der Wahlbeteiligung innerhalb von 48 Stunden die Loslösung von Spanien auszurufen, sollte eine Mehrheit FÜR die Unabhängigkeit stimmen. Um soviele Stimmberechtigte wie möglich davon abzuhalten, verschaffte sich die paramilitärische Guardia Civil gewaltsam Zugang zu Wahllokalen in Girona und sperrte sie ab. Vielerorts hatten Familien sogar in zu Wahllokalen umfunktionierten Schulen übernachtet, um ihre Stimme ungeachtet des Polizeiaufgebots abgeben zu können. Mit roten Nelken in den Händen liefen die Menschen durch die Straßen und skandierten: “Wir sind das Volk des Friedens.”

Laut Umfragen sind die Hälfte der Katalanen für eine Unabhängigkeit von Rest-Spanien. Das lehnt die Regierung in Madrid strikt ab. Da jedoch die Gegner einer Abspaltung überwiegend nicht zur Wahl gingen, wird eine Mehrheit für die Unabhängigkeit erwartet. Für den Fall kündigte Puigdemont an, binnen 48 Stunden die Loslösung von Spanien auszurufen.

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