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Langsame Versöhnung: Erstes Ministertreffen in Gaza seit 2014

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Langsame Versöhnung: Erstes Ministertreffen in Gaza seit 2014

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In den festgefahrenen innerpalästinensischen Konflikt kommt Bewegung. Zum ersten Mal seit drei Jahren ist das palästinensische Kabinett in Gaza zusammengekommen. Die radikal-islamische Organisation Hamas übergibt derzeit die Verwaltung im Gazastreifen an die Regierung, die im Westjordanland sitzt. Ministerpräsident Rami Hamdallah sagte, “wir sind zurück in Gaza, um alle Hindernisse zu überwinden und den Weg für eine Einheit zu ebnen. Wir wollen der Regierung des nationalen Konsens die Möglichkeit geben, zusammen mit den palästinensischen Parteien die Verantwortung in den südlichen Gebieten auf allen Ebenen zu übernehmen.”

Die vergangenen Jahre waren nicht nur durch den israelisch-palästinensischen Konflikt gekennzeichnet, sondern auch durch den internen Streit zwischen den Palästinensern im Westjordanland und Gazastreifen. Dort hatte die Hamas 2007 die Macht an sich gerissen. Sie warf dem gewählten Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas vor, der israelischen Seite zuviele Zugeständnisse zu machen. Der Nahost-Friedensprozess ist seitdem auf Eis gelegt. Er kann nur weiter fortgesetzt werden, wenn die Palästinenser mit einer Stimme sprechen. Das Ministertreffen an diesem Dienstag ist eine erste Etappe.