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Generalstreik und Demos in Katalonien

Am Tag des Generalstreiks in Katalonien hat Regierungschef Carles Puigdemont Demonstranten zu friedlichen Protesten gegen die Polizeigewalt vom Sonntag ermahnt.

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Generalstreik und Demos in Katalonien

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Ein Generalstreik hat das öffentliche Leben in Katalonien und der Regionalhauptstadt Barcelona stark beeinträchtigt. Mehrere Gewerkschaften, Vereine und Initiativen hatten offiziell aus Protest gegen Polizeigewalt beim Unabhängigkeitsreferendum am Sonntag zu dem Ausstand aufgerufen.

Die beiden größten spanischen Gewerkschaftsverbände (CCOO und UGT) hatten sich ursprünglich dem Appell angeschlossen, zogen aber ihre Teilnahme am Montag zurück. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont rief die Demonstranten, die sich zu Zehntausenden auf Straßen versammelten, zu friedlichen Protesten auf. Örtlich fiel der öffentliche Nahverkehr ganz oder teilweise aus und Schulen blieben geschlossen.

Auch beim FC Barcelona blieb der Fußball heute liegen. Der Verein beteiligte sich am Ausstand.


Bei Polizeieinsätzen zur Verhinderung der vom spanischen Verfassungsgericht verbotenen Volksabstimmung wurden in Katalonien nach Behördenangaben fast 900 Menschen verletzt.

Der Regionalregierung zufolge stimmten rund 90 Prozent der Teilnehmer für eine Unabhängigkeit von Spanien. Die Beteiligung lag bei 42 Prozent.

Für den kommenden Sonntag riefen Unabhängigkeitsgegner in Katalonien zu einer Großdemonstration auf.

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