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Iran, Irak und Türkei drohen den Kurden

Gemeinsame Manöver und viele verbale Drohungen an die Adresse der Kurden im Nordirak, die für ihre Unabhängigkeit von Bagdad gestimmt haben.

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Irak, Iran und die Türkei drohen den irakischen Kurden nach dem Unabhängigkeitsreferendum – auch militärisch.
Im Grenzgebiet – vor allem auf iranischem Territorium – haben der Irak und der Iran die ersten gemeinsamen Manöver seit der iranischen Revolution 1979 abgehalten.

Neben Panzern waren Kampfflugzeuge, militärische Drohnen und Bodentruppen an zwischen Teheran und Bagdad koordinierten Übung beteiligt.

Gleichzeitig forderte die irakische Zentralregierung, die Kurden im Nordirak auf, “ihre Provokationen zu beenden”.

Zudem sprachen die Militärchefs des Iran und der Türkei über das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak und verurteilten es als verfassungswidrig.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sollte am Mittwoch nach Teheran reisen – auch dort steht die Abstimmung der Kurden auf der Themenliste.
93 Prozent der Kurden im Nordirak hatten sich in einem umstrittenen Referendum für die Unabhängigkeit von Bagdad ausgesprochen. In den Nachbarländern werden ähnliche Bestrebungen befürchtet.