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"Frauen kein Freiwild" - Flüchtling (19) in Österreich verurteilt

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"Frauen kein Freiwild" - Flüchtling (19) in Österreich verurteilt

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In Wien ist ein 19 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, weil er auf dem Donauinsel-Fest am 24. Juni 2017 eine 21-jährige Austauschstudentin sexuell belästigt hatte.

Ein Polizist war auf den Angriff aufmerksam geworden, als der junge Mann die Studentin aus der Slowakei gepackt, in ein Gebüsch gezerrt und sich auf sie gestürzt hatte. Beide waren offenbar betrunken und lagen schon auf dem Boden. Zuvor hatte er mit der jungen Frau getanzt und sie zu küssen versucht – als sie wegging, folgte er ihr. Der Flüchtling sagte dazu: “Da sie sich nicht gewehrt hat, hatte ich den Eindruck, sie hat es freiwillig gemacht, ich hatte das Gefühl, dass es ihr gefällt.” Er sei ihr nachgelaufen, um sie zu fragen, warum sie weggegangen sei.

Die Erasmus-Studentin war beim Prozess nicht anwesend und wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit per Videokonferenz befragt. Das Gericht urteilte: “Die Zeugin wollte seine Belästigungen nicht.”

Frauen wie Freiwild zu betrachten, ist in Österreich nicht möglich

Und der Richter Norbet Gerstberger erklärte: “Sexuelle Handlungen erzwingen und Frauen wie Freiwild zu betrachten, ist in Österreich nicht möglich.”

Der Asylbewerber wurde wegen sexueller Nötigung zu 18 Monaten Haft verurteilt. Eine versuchte Vergewaltigung konnte nicht nachgewiesen werden, aber die Tatsache, dass der junge Mann die Studentin “gepackt” und “ins Gebüsch gezerrt” habe, sei sehr wohl strafbar, befand der Schöffensenat.

Da der Angeklagte inzwischen eine Lehrstelle als Kellner gefunden hat, könnte zumindest ein Teil der Strafe verschoben werden.