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"Am liebsten jedes Jahr eine Uraufführung"


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"Am liebsten jedes Jahr eine Uraufführung"

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Die Staatsoper Berlin gehört nach ihrem Umbau zu den modernsten Opernhäusern der Welt. Im nächsten Frühjahr soll der designierte neue Intendant Matthias Schulz offiziell sein Amt antreten. Sein Vorgänger Jürgen Flimm hat ihn schon über lange Monate in einer Art Doppelspitze eingearbeitet. Schulz wechselt von seinem Posten als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum von Salzburg nach Berlin. Der “Neue” hat Ehrgeiziges vor – in unserem Musica-Bonus erzählt er mehr darüber.



Matthias Schulz: “Uraufführungen für die Staatsoper in Auftrag zu geben, ist auf jeden Fall etwas, was mir besonders wichtig ist. Sich für das ganze Haus Gedanken zu machen, wie Oper funktioniert, warum Oper so eine wichtige Funktion für eine funktionierende Gesellschaft haben kann und haben muss. Da macht man sich einfach nochmal in ganz anderer Weise Gedanken, wenn man dabei ist, wie eine Oper entsteht, wie das Libretto entsteht, wie die Musik entsteht – dann auch den Komponisten mit dem Regisseur zusammenzubringen.. Und mein großer Wunsch wäre, einmal pro Jahr wirklich ein neues Werk entstehen zu lassen.”



Auch das Opernstudio liegt ihm am Herzen. Es soll jungen Sängern die Möglichkeit bieten, sich auf die Arbeit im Musiktheater vorzubereiten.



“Die Sänger sollen auch ein wichtiges Gesicht der Staatsoper sein – (wir wollen) auch diesen neuen Opernsängertypus fördern, der eben nicht seine Karriere nur mit fünf Arien bestreiten will, sondern der auch sozusagen programmatisch interessiert ist. Sänger, die offen sind, Neues zu machen. Mitzuhelfen, dass da neue Opernstars entstehen in dem Sinne, wie man sich das vorstellt, ist etwas sehr, sehr Wichtiges.”



Schulz, der Klavier studierte und später zur Volkswirtschaft und ins Management wechselte, ist sich des Erbes, das er antritt, wohl bewusst: “Wenn man sieht, welche Komponisten, auch Intendanten die Geschichte der Staatsoper geprägt haben, dann ist das schon eine unglaubliche Institution. Die bekanntesten Komponisten waren ja Meyerbeer, Spontini und später natürlich Richard Strauss. Also Richard Strauss steht im Zentrum der Staatsoper. Mit Meyerbeer und Spontini werden wir uns sicher auseinandersetzen und auch den einen oder anderen Akzent setzen.”


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