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Geheimdienstausschuss: Russische Einmischung nicht nur im US-Wahlkampf

Ein Ende der Untersuchungen ist nicht in Sicht: Neue Hinweise hätten zu einer Ausweitung der Vernehmungen geführt. Allein für Oktober sind 25 weitere Termine anberaumt - unter anderem mit Trump-Anwalt Michael Cohen.

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Geheimdienstausschuss: Russische Einmischung nicht nur im US-Wahlkampf

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Die Ermittlungen des US-Senats über eine mögliche Einmischung Russlands in den amerikanischen Wahlkampf 2016 sind noch längst nicht abgeschlossen. Das gaben die Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses, Richard Burr und Mark Warren bei einer Zwischenbilanz nach der Sichtung von mehr als 100.000 Dokumenten bekannt.

Der Ausschuss habe mehr als 100 Personen auf allen politischen Ebenen vernommen. Es gebe noch keine abschließenden Erkenntnisse, betonte der Republikaner Richard Burr. Auch ob das Trump-Lager von der Einmischung gewusst habe oder gar an ihr beteiligt war, sei weiter unklar. Russland soll Soziale Netzwerke in Anspruch genommen haben, um gezielt Einfluss zu nehmen. Es sei aber nicht zu Manipulationen des Wahlergebnisses gekommen.

Russlands Einflussversuche beschränkten sich nicht nur auf die USA, fügte der demokratische Senator Mark Warren hinzu. Es gebe auch Bedenken in Frankreich, den Niederlanden und in Deutschland. In den USA seien die Wahlsysteme von 21 Bundesstaaten ins Visier genommen worden.

Ein Ende der Untersuchungen ist nicht in Sicht: Neue Hinweise hätten zu einer Ausweitung der Vernehmungen geführt. Allein für Oktober sind 25 weitere Termine anberaumt – unter anderem auch mit dem langährigen Trump-Anwalt Michael Cohen.