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Glyphosat-Krise: Monsantos US-Kläger bei Brüsseler Anhörung

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Glyphosat-Krise: Monsantos US-Kläger bei Brüsseler Anhörung

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Monsantos Unkraut-Killer Roundup mit seinem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat – zum Jahresende läuft seine Lizenz aus.

Seit Monaten wird nun in der EU gestritten, ob die Lizenz verlängert werden soll oder nicht.

In den USA wurde Monsanto von Krebspatienten verklagt, die Roundup als Verursacher ihrer Krankheit ansehen.

Zwei von ihnen erschienen jetzt in Brüssel zu einer Anhörung.

“Es gibt sehr drastische Darstellungen von dem, was Rauchen anrichten kann. Und die Leute können entscheiden, ob sie rauchen wollen oder nicht”, sagt der Farmer John Barton, der gegen eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems kämpft, nachdem er 50 Jahre lang Roundup eingesetzt hatte.

“Das Problem mit Monsanto ist, dass sie uns nie etwas gesagt haben. Mein jüngster Sohn hat eine schwere Knochenerkrankung. Wir hatte eine Reihe von Tests, aber es ist immer noch nicht klar, was den starken Schmerz in seinem Knochen ausgelöst hat.”

Die Anwälte der Betroffenen veröffentlichten Emails und interne Dokumente Monsantos als Beweis dafür, dass der Konzern über seine krebserregenden Produkte Bescheid wusste, aber die Behörden täuschte.

“Das Unglaublichste, was ich je gesehen habe, ist, wie Monsanto-Angestellte damit prahlten, die Öffentlichkeit an der Nase herum geführt zu haben”, sagte der Anwalt Brent Wisener.

“Monsantos Wissenschaftler wollten sogar Gehaltserhöhungen haben, weil sie für den Konzern einträgliche Geschäfte gemacht hatten.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen wurden manipuliert, kritische Studien wurden unterdrückt. Studien, die die Basis für amtliche Beurteilungen darstellten.

Wir reden von manipulierter Wissenschaft.”

In der kommenden Woche wird es im Europäischen Parlament eine weitere Anhörung geben. Euronews bat Monsanto um eine Stellungnahme – keine Antwort.