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Heimspiel: Turkmenen räumen ab bei AIMAG

Die 5. Asiatischen Hallen- und Kampfsportspiele in Turkmenistans Hauptstadt

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Heimspiel: Turkmenen räumen ab bei AIMAG

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Der Stolz von Aschgabat: Zehn Tage lang hat Turkmenistans glitzernde Hauptstadt die Asiatischen Hallen- und Kampfsportspiele ausgetragen. Zum ersten Mal fanden sie in Zentralasien statt. Eine Zusammenfassung.

Das Spektakel begann mit einer der längsten Eröffnungszeremonien, die es je gab. Das Thema: Turkmenistans Vergangenheit trifft auf die Zukunft des Sports. Der mehrfach ausgezeichnete Opernregisseur Francisco Negrin setzte das Ganze in Szene: “Da Turkmenistan mitten auf der Seidenstraße lag, inmitten all der Handelswege zwischen den Ländern Asiens, lag es nahe, eine metaphorische Verbindung herzustellen mit dem Sport, der nun auf dieser neuen Seidenstraße, wenn man so will, nach Aschgabat kommt.”




Einer der Stars: die Fackel der Spiele. Reiter hatten sie auf Turkmenistans berühmten Achal-Tekkiner-Pferden durchs Land getragen, Mitte September kam sie im Stadion an und entzündete das Feuer an der gigantischen Pferdekopfstatue, die über dem Stadion thront.




Die Rasse war auch vertreten bei einer neuen Disziplin im Wettkampfprogramm, dem Springreiten auf Achal-Tekkinern. Gürtel-Ringen stand hier ebenfalls zum ersten Mal auf dem Programm – eine der ältesten Sportarten der Welt. Die Turkmenen, gefolgt von Usbeken, Iranern und Chinesen räumten bei den Medaillen ab. Der Iraner Sohrab Moradi brach in Aschgabat einen seit 18 Jahren bestehenden Weltrekord im Gewichtheben. Bei den Olympischen Spielen in Rio hatte er das Ziel noch verfehlt.




Zum Ende der Spiele gab es Salsa und Cha-Cha-Cha. Dass das vietnamesische Paar Trung Kien Nguyen und Hong Anh Pham siegt, hatte keiner erwartet, schließlich lernen sie Salsa erst seit ein paar Wochen.