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Nach Las Vegas: Debatte um schärfere Waffengesetze

Nach dem Attentat von Las Vegas mit mehr als 50 Toten mehren sich in den USA Stimmen, die eine Verschärfung der Waffengesetze oder zumindest restriktivere Verkaufsauflagen fordern.

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John Cornyn, die Nummer zwei der Republikaner im US-Senat, sprach sich für eine Untersuchung sogenannter “Bump Stock”-Aufsätze aus. Damit lassen sich regulär im Verkauf erhältliche Gewehre zu automatischen Feuerwaffen umwandeln. Stephen Paddock, der mutmaßliche Todesschütze von Las Vegas, hatte mehrere seiner Waffen mit dieser Vorrichtung aufgerüstet, um die Schussfolge zu erhöhen – und damit noch mehr Menschen zu treffen.

Schärfere Waffengesetze forderten am Mittwoch Demokraten in Washington. Mit dabei war die demokratische Politikerin Gabrielle Giffords, die 2011 als Abgeordnete bei einem Attentat schwer verwundet wurde. Für Demokraten und Republikaner sei die Zeit gekommen, um gemeinsam Verantwortung zu zeigen und zu kämpfen, sagte Giffords.

Ob Bewegung in die Diskussion kommt, scheint fraglich. US-Präsident Donald Trump nannte eine Debatte über schärfere Waffengesetze verfrüht. Unterdessen floriert der Markt. Nach der Gewalttat von Las Vegas stiegen die Aktien einschlägiger Waffenhersteller zwischenzeitlich um fast vier Prozent. Was nach Amokläufen und Attentaten nicht ungewöhnlich ist. Die blutigen Ereignisse lassen die Nachfrage in den USA kurzfristig anziehen, weil verschärfte Waffengesetze als Konsequenz befürchtet werden.