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10 Jahre Haft für Dschihad-Oma in Frankreich

Ein Gericht in Frankreich hat die Höchstrafe gegen die sogenannte "Dschihad-Oma" verhängt.

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10 Jahre Haft für Dschihad-Oma in Frankreich

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Die Mutter eines jungen Franzosen, der vom IS zum “Emir” ernannt worden und die selbst mehrmals nach Syrien gereist war, ist in Paris zu 10 Jahren Haft verurteilt worden. Das ist die Höchststrafe, die die wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagte “Dschihad-Oma” erhalten konnte. Den Beinamen hatte Christine R. im Gefängnis bekommen, weil sie deutlich älter ist als die anderen Französinnen, die nach Syrien gereist waren, um den IS zu unterstützen.

Die vorsitzende Richterin folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft und sah es als erwiesen an, dass Christine R. (51) sich ohne wenn und aber für die IS-Terrormiliz engagiert habe. Das Gericht ging sogar davon aus, dass sich die Angeklagte als Anwerberin für junge Dschihadistinnen in Frankreich betätigte, obwohl Christine R. das abgestritten hatte.

Die Mutter hatte ihren jüngsten Sohn Tyler – auch finanziell – unterstützt und bestärkt, als dieser sich beim sogenannten “Islamischen Staat” engagierte und 2013 nach Syrien ging. Wenig später besuchte Christine R. ihren Sohn in Syrien und unterwarf sich freiwillig den Regeln der Islamisten.

Sie war auch mit Waffen in der Hand auf Fotos zu sehen, die die IS-Dschihadisten zur Porpagande benutzten und die sie selbst auf Facebook postete.

Der Sohn Tyler – der zuvor IS-Emir war – sitzt mittlerweile auch im Gefängnis in Frankreich und wartet auf seinen Prozess. Er war in der Türkei festgenommen und nach Frankreich ausgeliefert worden.

Der Anwalt von Christine R. Thomas Klotz hat noch nicht bekannt gegeben, ob seine Mandantin Einspruch gegen das Urteil einlegen will.