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Nach Vegas: Mehr Einzelheiten, aber kein Durchbruch

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Nach Vegas: Mehr Einzelheiten, aber kein Durchbruch

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Eine Woche nach dem Blutbad im amerikanischen Las Vegas tastet sich die Polizei mühsam voran.

Warum der Täter 58 Besucher eines Musikfestivals erschoss, ist weiterhin unklar. Er hinterließ keinerlei Art von Abschiedsschreiben; nie zuvor war er auffällig geworden.

Inzwischen wurde in dem Hotelzimmer des Schützen offenbar ein Zettel mit Zahlen gefunden. Mehreren Fernsehsendern zufolge sind diese Zahlen Berechnungen zu Schussbahn und Zielentfernung.

Zwei Kugeln wurden in einem Treibstofftank am Rand des angrenzenden Flughafens gefunden. Da sich Flugzeugtreibstoff aber so kaum entzünden lässt, blieb ein weiteres Unglück aus.

Bekannt ist inzwischen auch, dass der Schütze vorher noch Leuchtspurpatronen kaufen wollte, mit denen er besser hätte zielen können. Der Händler, bei dem er war, hatte aber keine derartigen Patronen.

Ebenfalls wurde bekannt, dass sich der Täter wohl von einem Sicherheitsangestellten des Hotels ablenken ließ und danach nicht mehr weiterfeuerte.

Dieser Angestellte war zufällig im 32. Stock, weil dort eine Zimmertür offenstand. Er wurde auf dem Flur von dem Todesschützen, der dort eigene Kameras angebracht hatte, entdeckt und mit Schüssen durch die Tür am Bein verwundet.

Er konnte aber die Hotelzentrale benachrichtigen, so dass von da an klar war, wo der Täter sich befindet: Von unten konnte er bis dahin nicht geortet werden.

Erneut wurde in Las Vegas an die Opfer des Blutbads erinnert. Zu der Veranstaltung kam auch Vizepräsident Mike Pence.