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FPÖ profitiert vom Volksparteien-Streit

Die Stimmung in Österreichs Wahlkampf wird immer angespannter. Außenminister Sebastian Kurz sieht den Chef der Rechtspopulisten als stärksten Mitbewerber an.

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FPÖ profitiert vom Volksparteien-Streit

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Die rechtspopulistische FPÖ von Parteichef Heinz Christian Strache könnte zum großen Gewinner des Volksparteien-Streits in Österreich aufsteigen. Eine Woche vor der Parlamentswahl am kommenden Sonntag punktete Strache in einem TV-Duell mit Außenminister Sebastian Kurz, dem Parteichef der konservativen ÖVP.

In einer Schnellumfrage unter 500 Zuschauern des TV-Zweikampfs erhielt Kurz nur 36 Prozent Zuspruch, 43 Prozent sahen Strache als Gewinner.

Laut Politik-Experten profitiert die FPÖ aktuell von der Schlammschlacht zwischen der sozialdemokratischen SPÖ und der ÖVP, in der sich die Koalitionspartner gegenseitig Vorwürfe wegen einer Schmutzkampagne machen.

Aus Reihen der Sozialdemokraten waren zwei Fake-Facebookseiten betrieben worden, die Kurz in Misskredit bringen sollten. Medien enthüllten, dass der damalige Berater von Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern, Tal Silberstein, die Seiten konzipiert und befüllt hatte. Die SPÖ hat den Verdacht, dass die ÖVP mit Bestechung versucht hatte, an SPÖ-interne Informationen zu kommen.

Die rot-schwarze Koalition in Österreich war im Mai zerbrochen.