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Liberia wählt Parlament und Präsidenten

An diesem Dienstag stehen in Liberia Präsidentschafts- und Parlamentswahlen an. Nach zwei Amtszeiten ist für Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf Schluss.

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An diesem Dienstag stehen in Liberia Präsidentschafts- und Parlamentswahlen an. Nach zwei Amtszeiten ist für Präsidentin Ellen Johnsin-Sirleaf Schluss. Die 72-Jährige war vor 12 Jahren als erste Frau ins liberianische Präsidentenamt gekommen.

Es gelang ihr, das von einem langen Bürgerkrieg zerrüttete Land zu befrieden. Dafür erhielt sie 2011 den Friedensnobelpreis.

Rund 2,2 Millionen Menschen sind zur Wahl aufgerufen. Für Johnson-Sirleafs Nachfolger gibt es viel zu tun. Liberia ist eines der ärmsten Länder weltweit, und die Wirtschaft liegt am Boden.

Noch immer sind die Folgen der Ebola-Epidemie zwischen 2013 und 2015 zu spüren, außerdem brachen die Preise für Gummi und Eisenerz ein, wichtige Exportprodukte des Landes.

Ernsthafte Chancen haben neben Vizepräsident Joseph Boakai von der regierenden Partei für Einheit noch der ehemalige Fußballstar George Weah, der für die größte Oppositionspartei, die Koalition für Demokratischen Wechsel, ins Rennen geht, und der Liberale Charles Brumskine, der bereits 2005 und 2011 kandidierte.

Die ersten Ergebnisse der Wahlen soll es rund 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale geben.