Eilmeldung

Das Ende des syrischen Fußball-Märchens

Sie lesen gerade:

Das Ende des syrischen Fußball-Märchens

Schriftgrösse Aa Aa

Das syrische Fußball-Märchen ist ausgeträumt. Die Nationalmannschaft des vom Bürgerkrieg geplagten Landes ist in der WM-Qualifikation gegen Australien ausgeschieden. Dabei sah es zunächst gut aus für die Syrer, die in der sechsten Minute mit 1 zu 0 in Führung gingen. Und damit ganz nah dran waren an der Weltmeisterschaft in Russland.

Doch schon wenige Minuten später erzielte Tim Cahill den Ausgleich. Und rettete Australien vor 42.000 Zuschauern in Sydney in eine dramatische Verlängerung. Nach 109 Minuten war es wieder Rekordnationalspieler Cahill, der per Kopfball für die Gastgeber traf – und damit für die Entscheidung sorgte.

Denn alle Bemühungen Syriens wurden nicht belohnt, alles Hoffen einer riesigen, begeisterten Menschenmenge auf den Plätzen der Hauptstadt Damaskus während der dramatischen Partie half am Ende nichts. Zur tragischen Figur wurde Stürmer Omar-Al-Soma, der kurz vor Spielende einen Freistoß an den Pfosten setzte.

Syrien hatte sich als Dritter der Asien-Gruppe A hinter den direkt qualifizierten Teams aus dem Iran und Südkorea einen Platz in der Ausscheidung gesichert. Aufgrund des Bürgerkriegs im eigenen Land musste das Team seine Heimspiele im rund 8000 Kilometer entfernten Malaysia austragen.

Australien trifft in einer letzten interkontinentalen Playoff-Runde auf den Vierten aus Nord- und Mittelamerika: nach derzeitigem Stand Panama. Die Australier könnten sich zum fünften Mal für eine WM qualifizieren, zuletzt waren sie dreimal in Folge dabei.