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Die "explosive" Kunst von Cai Guo-Qiang


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Die "explosive" Kunst von Cai Guo-Qiang

Ein Künstler an seinem Werk. Aber anstatt wild mit einer Farbpalette um sich zu malen, verteilt Cai Guo-Qiang auf seinem Gemälde eine ganz besondere Substanz: Schießpulver.

Auf die weiße Oberfläche seines Gemäldes verteilt der Künstler Farben, fixiert darauf Schablonen erwünschter Motive und verbindet die verschiedenen Elemente mit Schießpulver und einer Sicherung. Auf die Oberfläche der Leinwand plaziert er ein Schutzstück. Er zündet das Ganze an. Nach der Explosion ist das Gemälde fertig, fast wie bei einem Zaubertrick. Die Farben und Motive sind alle durch die Spritzer der Explosion miteinander verbunden.

Der gebürtige Chinese will es facettenreich und traditionell. “Meine Kunstwerke sind durch das Schießpulver alle mit der traditionellen chinesischen Kultur verbunden. Auf Chinesisch bedeutet es wörtlich “Medizin, um Feuer zu erzeugen”. Medizin heilt die Menschen, sie tut der Gesundheit gut. Auf der anderen Seite fördert Schießpulver Kriege und Gewalt. Wenn ich es also in meinen Werken benutze, gebe ich den Menschen neue Denkweisen”, begründet Cai vor seinem Kunstwerk.

Ausstellung im historischen El Prado

Jetzt bringt der 59-Jährige aus New York seine feurige Kunst ins madrilenische Prado Museum. Er ist der erste Künstler, der seine Werke für das Prado im historischen Salon de Reinos produziert.

Seine exklusive Ausstellung “Der Geist des Malens: Cai Guo-Qiang im El Prado” startet am 25. Oktober.


Das Projekt der exklusiven Ausstellung und die besondere Kunsttechnik des Schießpulvers werden von der katalanischen Regisseurin Isabel Coixet dokumentiert. Ihr Dokumentarfilm soll den Besuchern und Zuschauern Cais Kunstwelt näher bringen.

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