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Noch ein Geheimtipp: Ostmakedonien und Thrakien

Eine Entdeckungsreise in Nordostgriechenland

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Noch ein Geheimtipp: Ostmakedonien und Thrakien

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Die Region Ostmakedonien und Thrakien im Nordosten Griechenlands ist noch ein Geheimtipp für Urlauber. Touristisch wenig erschlossen, hat sie ihre landschaftliche Idylle und den urtümlichen Charme in den Dörfern bewahrt.

Auf einer der Inseln der Region, Samothraki, findet man Gebirge und Strände mit glasklarem Wasser und Bergseen, die sich zwischen tiefen Felsklüften gebildet haben.



Berühmtheit hat der Insel die Statue der Siegesgöttin Nike verschafft, die heute im Louvre ausgestellt wird. Die zweieinhalb Meter hohe Statue wird auf etwa 190 vor Christus datiert.



Archäologin Zoe Mitsakaki: “Im Heiligtum der Kabiren, der “Großen Götter”, wurde 1863 die Statue der Nike – die Nike von Samothrake – entdeckt. Die Einheimischen hoffen, dass sie bald in ihre Heimat zurückkehrt. Bis heute ist die Gegend für griechische und ausländische Forscher interessant, jedes Jahr werden Ausgrabungen durchgeführt und neue Funde gemacht.”



Die wichtigsten Städte in Ostmakedonien und Thrakien sind Komotini, die Hauptstadt der Region, Alexandroupolis und Xanthi. Alexandroupolis’ Wahrzeichen ist der Leuchtturm, einer der größten im Mittelmeer. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum der Region.



In Xanthi reizen die Altstadt und die Architektur. Der Westen Thrakiens ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und ein Paradebeispiel für die friedliche Koexistenz zweier Religionen. Hier trifft man auf griechisch-orthodoxe Kirchen und in unmittelbarer Nähe Moscheen der muslimischen Minderheit.

Die Städte liegen nicht weit auseinander, man kann leicht von einer zur anderen fahren, um historische Plätze und Museen in einer der ältesten Kulturlandschaften Europas zu erkunden oder die Sitten und Gebräuche kennenzulernen. Komotini ist berühmt für seinen Kaffee, Xanthi für sein Karioca, ein Schoko-Gebäck, dessen Name aus dem Brasilianischen stammt. Eine Art “Kalter Hund” aus Schokolade, Nüssen, Biskuit oder Keksen, Alkohol und Schokoladenkuvertüre.



Aufgrund der geringen Entfernungen fährt man in der Gegend in einer Stunde vom Skigebiet zum Strand. Auch Abenteuer- und Wassersportler kommen auf ihre Kosten.

Die alte Hafen- und Handelsstadt Kavala, auch das “Mekka des Tabaks” genannt, wartet mit bedeutenden osmanischen Monumenten, riesigen, ansehnlichen Tabaklagern und einer Burg auf. Gut 15 Kilometer weiter liegt die archäologische Stätte der antiken Stadt Philippi, die als erste Station des Apostel Paulus in Europa gilt. Hier gründete er die erste christliche Gemeinde des Kontinents. Die Stadt geht zurück auf König Philip den Zweiten, den Vater Alexanders des Großen, nach dem sie auch benannt wurde. Seit die archäologische Stätte auf die Unesco-Liste des Welterbes gesetzt wurde, zieht sie noch mehr Besucher und Pilger aus aller Welt an.




An einer anderen Sehenswürdigkeit wenige Kilometer nördlich fahren die meisten allerdings vorbei: der Aggitis-Höhle. Sie wurde vom Fluss Aggitis in die Landschaft gegraben und gilt mit sage und schreibe 21 Kilometern als eine der längsten Fluss-Höhlen der Welt. Mit ihren geheimnisvoll ausgeleuchteten Stalagtiten ein fast magischer Ort.