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Jeff Bridges: "Weinsteins Dämonen"


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Jeff Bridges: "Weinsteins Dämonen"

Durch den Skandal um sexuelle Belästigung hat sich Erfolgsproduzent Harvey Weinstein viele Feinde gemacht. Mehrere Schauspielerinnen verurteilten sein Verhalten. Beobachter vermuten, dass der Fall Weinstein in der Filmbranche nur die Spitze des Eisbergs ist. Matthew Belloni vom Hollywood Reporter meint, der Skandal sei ein enormer Weckruf, ein Zeichen, dass man heutzutage mit so einem Verhalten nicht mehr ungestraft davonkomme.


Die Stars Meryl Streep und Judi Dench lobten den Mut der Frauen, die sich gegen Weinstein wehrten. Beide erklärten, von seinem jahrzehntelangen Fehlverhalten nichts gewusst zu haben. Jessica Chastain und Julianne Moore machten ihrer Wut in den sozialen Netzwerken Luft.

Auch der Schauspieler Mark Ruffalo kennt Weinstein seit Jahren. Sowas dürfe es nicht geben, man müsse das Kind beim Namen nennen, auch wenn man sich damit gegen seine eigenen Kollegen stelle. Falsch verstandene Loyalität sei schlecht, selbst wenn es sich um den Präsidenten oder um Harvey Weinstein handele. Sexuelle Belästigung müsse bestraft und Frauen müssten unterstützt werden, forderte Ruffalo.

Verteidigt hatte Weinstein zunächst Modedesignerin Donna Karan. Obwohl sie seit Jahrzehnten Mode entwirft, beschuldigte sie Frauen, sexuelle Belästigung durch ihre Kleidung zu provozieren. Das widerrief sie allerdings wenig später.

Sein Verhalten sei schrecklich gewesen, meint Schauspieler Jeff Bridges. Alle Menschen hätten mit unterschiedlichen Schwächen zu kämpfen. Er wünsche Weinstein viel Kraft, um seine Dämonen zu besiegen.

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