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Elefantenrunde in Österreich

Mit einer betont sachlichen Debatte ist in Österreich der Wahlkampf im Fernsehen zu Ende gegangen.

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Elefantenrunde in Österreich

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Trotz der aufgekratzten Volksfeststimmung vor dem ORF-Studio in Wien ist die Elefantenrunde der österreichischen Spitzenkandidaten kurz vor der Wahl am Sonntag betont sachlich abgelaufen. Nach unzähligen TV-Auftritten und einem schmutzigen Wahlkampf trafen sich Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern, ÖVP-Chef Sebastian Kurz, Grünen-Frontfrau Ulrike Lunacek, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sowie Neos-Chef Matthias Strolz etwas wahlkampfmüde zum letzten Duell.

Die Themen Flüchtlinge, Migration und Innere Sicherheit bestimmten die Diskussionsrunde.

Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern:
“Und das ist das, was wir konsequent tun müssen: einerseits unser Bundesheer, damit die Grenzkontrollen effizient durchgeführt werden können. Und andererseits natürlich auch die Polizei. Und da geht es nicht nur um die Frage, wie viel Polizisten wir auf der Straße haben, da kann man noch deutlich mehr machen, da geht es auch um die Frage, wie sind die ausgerüstet, damit die ihre Aufgabe wahrnehmen können.”


Auch ÖVP-Chef Sebastian Kurz blieb bei dem Thema, das bisher so gut funktioniert hatte:
“Wir wollen, dass nicht die Schlepper entscheiden, wer zu uns kommen darf.”


Grünen-Frontfrau Ulrike Lunacek haute in dieselbe Kerbe:
“Einer unserer Vorschläge ist, dass es wieder Botschaftsasyl geben soll. Dass alle EU-Botschaften, alle Botschaften der EU-Mitgliedsstaaten, tatsächlich auch das für Flüchtlinge machen könnten.”


Innere Sicherheit ist das vordringlichste Thema für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache:
“In Wien erleben, wo wir insgesamt in den Volksschulbereichen schon mehr muslimische als katholische Kinder haben. Und da gibt es dann Vereinsstrukturen und islamische Kindergärten und auch Moscheen, die unter der konkreten Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen – nicht erst seit diesem Jahr, seit über 15 Jahren. Und darauf hingewiesen wird, da gibt es radikal-islamistische Fehlentwicklungen.”


Für die griffigsten Slogans war Neos-Chef Matthias Strolz zuständig:
“Und das ist auch mein Angebot für die Zukunft: Inhalte statt Intrigen.”