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Hollywood: Clinton kritisiert Macho-Gehabe, Amazon suspendiert Studiochef


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Hollywood: Clinton kritisiert Macho-Gehabe, Amazon suspendiert Studiochef

Was lange unter den roten Teppich gekehrt wurde: Immer mehr Schauspielerinnen werfen dem Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein schwere sexuelle Verfehlungen vor. Immer mehr Weggefährten distanzieren sich von ihm. Langsam wird deutlich: Machtmissbrauch mit sexuellen Mitteln scheint in Hollywood kein Einzelfall.

Auch Ex-Außenministerin Hilary Clinton kennt “HW” persönlich.


Hilary Clinton, ehemalige US-Außenministerin:

“Ich meine, es ist wichtig, dass wir uns nicht nur auf ihn konzentrieren und welche Konsequenzen diese Geschichten über sein Verhalten haben, welche das auch immer sind. Wir sollten erkennen, dass wir diese Art von Verhalten nicht länger dulden können. Die Erkenntnis ist fällig, dass wir gegen diese Art “Taten” kämpfen müssen, sie sind so sexistisch und frauenfeindlich.”


AMAZON LEGT VERTRAG VON STUDIO-CHEF AUF EIS

Und ein weiterer ranghoher Studio-Chef ist in den Weinstein-Strudel geraten: Roy Price, Chef des zum Onlineriesen Amazon gehörenden Filmstudios, wurde suspendiert.

Er habe sie taktlos angeflirtet und mit sexuellen Bemerkungen bloßgestellt, sagte eine Mitarbeiterin der Amazon Studios («Hollywood Reporter»).

Price habe ihr 2015 in einem Taxi gesagt, sie werde seinen Penis lieben. Vor Kollegen auf einer Party habe er ihr außerdem laut «Analsex» ins Ohr gesagt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe suspendierte das Filmstudio Price vom Dienst.

Auch Schauspielerin Rose McGowan kritisiert Amazon-Mann Price scharf. Sie wirft ihm vor, auf ihre Beschuldigungen gegen Weinstein nicht reagiert zu haben.


Sie habe Price «wieder und wieder» gesagt, dass «HW» sie vergewaltigt habe, ohne dass dieser reagiert habe, schrieb
sie in einem an Amazon-Chef Jeff Bezos gerichteten Tweet. «Ich rufe Sie dazu auf, Vergewaltiger, mutmaßliche Pädophile und sexuelle
Belästiger nicht weiter zu finanzieren.»


Die Polizeibehörden in New York und London wollen ermitteln. Die Oscar-Akademie diskutiert einen Ausschluss des Produzenten.

su mit dpa

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