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Irak: Machtspiele in der Kurdenmetropole Kirkuk

Irakische Truppen sind in die Kurdenmetropole Kirkuk vorgedrungen, die kurdischen Peschmerga leisteten keinen Widerstand. EU fordert von Bagdad Ende der Gewalt.

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Irakische Truppen sind an diesem Montag in die Stadt Kirkuk eingedrungen, die im Kurdengebiet liegt. Die Truppen der Zentralregierung in Bagdad übernahmen die Kontrolle über einige Ölfelder und den Militärflughafen – und sie entfernten die kurdische Fahne von einem Verwaltungsgebäude der Provinz.

Offenbar leisteten die kurdischen Einheiten kaum Widerstand, sondern verließen die Stadt Kirkuk. Wegen der Spannungen beendete die Bundeswehr vorerst ihre Ausbildungsmission der Peschmerga im Nordirak.

Ein Peschmerga-Kämpfer erklärte, dass ihr Kommandozentrum in Kirkuk und die Peschmerga jetzt mit den schweren Waffen angegriffen würden, die die Amerikaner ihnen – den irakischen Truppen und den Peschmerga – gegeben hätten – jetzt würden diese Waffen gegen sie, die Peschmerga gerichtet.

Während einige Bewohner feierten, forderte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini den irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi auf, die Gewalt zu beenden.