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Blutige Woche in Afghanistan

Afghanistan wird derzeit von heftigen Anschlägen und Offensiven durch Taliban und IS-Kämpfer heimgesucht. Die blutige Bilanz: 250 Zivilisten und Sicherheitskrtäfte sterben

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Afghanistan erlebt derzeit eine besonders blutige Woche, in der bisher 250 Zivilisten und Sicherheitskräfte bei Anschlägen und Offensiven der radikalislamischen Taliban und der Terrormiliz Islamischer Staat ermordet worden sind.

Die jüngste Attacke kam am Samstagabend Ortszeit, als in der Hauptstadt Kabul ein Selbstmordattentäter 15 Armee-Kadetten mit in den Tod riss und 4 weitere verletzte. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, sagte, der Anschlag habe sich am Tor der Marschall-Fahim-Militärakademie ereignet. Die Taliban reklamierten die Tat für sich.

Hunderte Trauergäste begleiteten die Begräbnisse der Opfer des Selbstmordattentats auf eine schiitische Moschee am Freitag. Offiziellen afghanischen Angaben zufolge waren bei dem Bombenanschlag 39 Schiiten getötet und weitere 41 verletzt worden.

Anhänger des so genannten Islamischen Staates bekannten sich zu der Ermordung der Schiiten. Die sunnitischen Extremisten halten Angehörige der schiitischen Konfession für Abtrünnige.

Bei einem zweiten Anschlag am Freitagabend auf eine sunnitische Moschee in der zentralafghanischen Provinz Ghor waren laut Polizei mindestens 33 Menschen getötet worden. Provinzratsmitglieder gehen
davon aus, dass die Taliban hinter dem Anschlag stecken. Denn zu den Opfern gehörte auch ein erklärter Feind der Taliban: ein regierungstreuer Milizkommandeur.