Eilmeldung

Eilmeldung

Schlechtes Sperma: Was Männer im Westen vom Nahen Osten lernen können - laut NYT

In einem Artikel der "New York Times" erklärt die Forscherin Marcia Inhorn, was Männer mit Fruchtbarkeitsproblemen im Westen von denen im Nahen Osten lernen können.

Sie lesen gerade:

Schlechtes Sperma: Was Männer im Westen vom Nahen Osten lernen können - laut NYT

Schriftgrösse Aa Aa

Die Studie zu unfruchtbaren Männern in der westlichen Welt erregte im Sommer Aufsehen: die Zahl von Spermien pro Milliliter Sperma bei Männern aus Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland ist zwischen 1973 und 2011 um insgesamt 52,4 Prozent zurückgegangen. Diese erschreckenden Ergebnisse wurden in der Zeitschrift “Human Reproductive Update” veröffentlicht.

Jetzt erklärt die auf Unfruchtbarkeit spezialisierte Anthropologin Marcia Inhorn von der Universität Yale in der “New York Times”, wie die Männer im Westen von denen im Nahen Osten lernen können. Auch dort leiden Männer unter schlechten Spermien, weil sie zu viel rauchen, hoher Luftverschmutzung ausgesetzt sind oder unter Stress – wegen Krieg -leiden. Als ein Beispiel nennt Imhorn Ägypten, wo sie den Kampf seit mehr als 30 Jahren beobachtet hat.

Wie an anderen Orte im Nahen Osten hätten Paare mit unerfüllten Kinderwünschen viel weniger als im Westen Zugang zu In-Vitro-Behandlungen. Was vor allem anders sei als in der westlichen Welt sei der Umgang mit dem Problem: In Ägypten sei selbst der Taxifahrer schon in den 70er Jahren bereit gewesen, darüber zu sprechen, dass Männer schlechtes Sperma haben können.
Damals hätten Männer aber kaum ihre eigenen Probleme offengelegt. Das habe sich seitdem geändert – so Inhorn. Zwar sei der Nahe Osten ansonsten nicht dafür bekannt, progressiv mit Geschlechterfragen umzugehen, aber beim Thema Unfruchtbarkeit sei dies der Fall.

Während Männer im Westen ihre schlechtes Sperma als Tabu ansehen, suchen die mehrheitlich muslimischen Männer im Nahen Osten nach Lösungen, indem sie in ihren Familien und anderswo darüber reden und das “psychologische Stigma” überwinden, meint die Forscherin Inhorn. Das könnten westliche Männer lernen…

Auf Twitter wird der Artikel von Marcia Inhorn vielfach geteilt.