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Verzweiflungstat in US-Nationalpark

Im Juli verschwanden Rachel (20) und Joseph (22) bei einer Wanderung. Jetzt wurden sie tot gefunden.

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Verzweiflungstat in US-Nationalpark

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Im kalifornischen Joshua-Tree-Nationalpark hat sich allem Anschein nach eine Tragödie ereignet. Ein junges Paar ist tot. Nach Angaben der zuständigen Polizei hat der junge Mann zuerst seine Freundin und dann sich selbst erschossen. Der Grund: Sie hatten sich verlaufen und hatten in der Wüstengegend kein Wasser mehr.

Am 27. Juli waren Rachel Nguyen, 20, und ihr Freund Joseph Orbeso, 22 zu einer Wanderung in dem Nationalpark aufgebrochen.

Der Joshua-Tree-Nationalpark ist 3200 Quadratkilometer groß, eine Wüstenlandschaft zwischen der Mojave-und der Colorado-Wüste, etwa 200 Kilometer von Los Angeles entfernt. Im Sommer herrscht hier große Hitze.

Anscheinend kamen die beiden vom Weg ab. Ihnen waren Proviant und Wasser ausgegangen. Nach momentanem Stand der Ermittlungen erschoss Orbeso seine Freundin und dann sich, um nicht zu verdursten.

Am 28. Juli meldete die Unterkunft des Paares, dass die beiden nicht zurückgekommen waren. Danach wurde neun Tage gesucht. Auch Spürhunde wurden eingesetzt. Das Auto das Paares war schnell gefunden, doch die beiden jungen Menschen blieben verschwunden. Der Vater von Joseph Orbeso, Gilbert Orbeso, gab nicht auf. Am 15. Oktober fand er die beiden, eng umschlungen, unter einem Baum. Beide Leichen weisen Schusswunden auf.

Gilbert Orbeso sagte, sein Sohn sei ein fürsorglicher Mensch gewesen. Er habe mit Sicherheit keinen Mord geplant gehabt, sondern habe die Tat begangen, um seiner Freundin und sich weiteres Leiden zu ersparen.

Die Ermittlungen dauern an.