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Entscheidung vertagt: Zukunft von Glyphosat bleibt ungewiss

Ende des Jahres läuft die Zulassung für den Unkrautvernichter Glyphosat in Europa ab. Ob sie verlängert wird, bleibt unklar. Die EU-Kommission hat die Abstimmung verschoben.

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Entscheidung vertagt: Zukunft von Glyphosat bleibt ungewiss

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Darf das umstrittene Pestizid Glyphosat weiter in Europa versprüht werden, Ja oder Nein. Darüber sollte in Brüssel abgestimmt werden. Doch das zuständige Expertengremium der EU-Länder hat die Entscheidung vertagt. Sehr zum Ärger einiger Dutzend Glyphosat-Gegner in Brüssel. Sie demonstrierten vor dem Tagungsort dafür, dass der Unkrautvernichter sofort von Europas Äckern verbannt wird.

David Schwartz, Mitglied der Europäischen Bürgerinitiative „Stop Glyphosate“, erklärt: „Egal wie viele Jahre es sind, eins, fünf oder zehn. Solange das Verbot immer wieder aufgeschoben wird, ist es kein Verbot. Die Bürger Europas haben sich klar gegen eine weitere Zulassung von Glyphosat ausgesprochen. Umfragen zeigen, dass 75 Prozent der Europäer für ein vollständiges Verbot sind. Sie wollen, dass Europa aus dem Bett mit der Firma Monsanto steigt.“

Diese hat den Wirkstoff entwickelt. Der deutsche Konkurrent Bayer will den US-Konzern übernehmen. Über die möglichen Risiken von Glyphosat wird seit Jahren gestritten. Es wird weltweit massenhaft eingesetzt, steht aber im Verdacht, Krebs zu erregen. Die bisherige Zulassung für Glyphosat läuft im Dezember ab. Wird sie nicht erneuert, muss das Mittel vom europäischen Markt genommen werden.