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Raila Odinga: Wahlen waren Betrug

Der kenianische Oppositionsführer Raila Odinga nennt die Wahlen einen Betrug und fordert Neuwahlen innerhalb von 90 Tagen.

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Der kenianische Oppositionsführer Raila Odinga hat die Neuwahlen am vergangenen Samstag als Betrug bezeichnet. Außerdem beschuldigte er Präsident Uhuru Kenyatta, die demokratischen Institutionen Kenias wie das Oberste Gericht zerstören zu wollen. Gleichzeitig forderte er, innerhalb von 90 Tagen müsse erneut gewählt.

Raila Odinga besuchte einen Gottesdienst im Problem-Viertel Kawangware in Nairobi.

In einem Interview sagte er: “Die Wahlen waren Betrug. Nur so kann man sie beschreiben. 3,5 Millionen haben den Angaben zufolge gewählt, aber er hat schon 7,2 Millionen Stimmen. Wenn das keine Scheinwahl ist, weiß ich nicht was.”

In Kawangware griffen etwa 100 jugendliche Anhänger von Odinga Läden an. Viele Ladenbesitzer haben das Viertel verlassen. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Wahlen in Kenia waren in der Vergangenheit schon oft mit ethnischen Spannungen und Gewalt verbunden. Nach der Abstimmung 2007 wurden mehr als 1000 Menschen getötet und rund 150 000 in die Flucht getrieben.